Brandon Mull: Fabelheim drucken
Brandon Mull
Fabelheim
Roman
Detailinformationen
Anmerkungen
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Beschreibung
Kendra und Seth sollen die Ferien bei ihren Großeltern verbringen - eine Idee, die die Geschwister anfangs nicht sonderlich begeistert. Sie können ja auch nicht ahnen, dass ihr Großvater der Hüter von Fabelheim ist, einem der weltweit letzten Refugien für vom Aussterben bedrohte magische Kreaturen. Doch als sie sich plötzlich inmitten von Trollen, Satyren, Hexen und Feen wiederfinden, beginnen ihnen die Ferien so richtig Spaß zu machen - zumindest so lange, bis sie erkennen, dass im bezaubernd schönen Fabelheim auch schreckliche Wesen und dunkle Gefahren lauern ...Klappentext
Hinreißende All-Age-Fantasy voller Magie, geheimnisvoller Fabelwesen und rasanter AbenteuerKendra und Seth sollen die Ferien bei ihren Großeltern verbringen - eine Idee, die die Geschwister anfangs nicht sonderlich begeistert. Sie können ja auch nicht ahnen, dass ihr Großvater der Hüter von Fabelheim ist, einem der weltweit letzten Refugien für vom Aussterben bedrohte magische Kreaturen. Doch als sie sich plötzlich inmitten von Trollen, Satyren, Hexen und Feen wiederfinden, beginnen ihnen die Ferien so richtig Spaß zu machen - zumindest so lange, bis sie erkennen, dass im bezaubernd schönen Fabelheim auch schreckliche Wesen und dunkle Gefahren lauern ...
Auszüge aus dem Buch
Als die Hektik der Bewegung zu viel wurde, schaute sie nach vorn und heftete ihren Blick auf einen bestimmten Baum. Sie beobachtete, wie er langsam näher kam, vorbeihuschte und dann allmählich hinter ihr verschwand.War das Leben auch so? Man konnte zwar in die Zukunft schauen oder zurück in die Vergangenheit, aber die Gegenwart veränderte sich zu schnell, um sie zu erfassen. Zumindest manchmal - heute jedoch fuhren sie über einen endlosen, zweispurigen Highway durch die bewaldeten Hügel von Connecticut.
"Warum hast du uns nicht gesagt, dass Opa Serensen in Wirklichkeit in Indien lebt?", beklagte sich Seth.
Ihr Bruder war elf und würde bald in die sechste Klasse kommen. Er hatte keine Lust mehr, noch länger Video zu spielen - ein unwiderlegbarer Beweis für die wahrhaft epischen Ausmaße dieser Autofahrt.
Mom drehte sich zu den Rücksitzen um. "Es ist jetzt nicht mehr weit. Genieß die Landschaft."
"Ich hab Hunger", sagte Seth.
Mom stöberte in einer Einkaufstasche voller Snacks. "Erdnussbutter und Cracker?"
Seth griff nach den Crackern. Dad saß am Steuer und wollte Schokomandeln. Letztes Jahr zu Weihnachten war er zu dem Schluss gekommen, dass Schokomandeln seine Lieblingssüßigkeiten waren und dass er das ganze Jahr über immer welche greifbar haben sollte. Nach fast sechs Monaten hielt er seinem Entschluss immer noch die Treue.
"Möchtest du auch etwas, Kendra?"
"Nein danke."
Kendra richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die vorbeijagenden Bäume. Ihre Eltern wollten mit allen Tanten und Onkeln mütterlicherseits zu einer siebzehntägigen Skandinavienkreuzfahrt aufbrechen, und keiner von ihnen musste etwas bezahlen. Aber nicht weil sie in einem Preisausschreiben gewonnen hatten. Sie machten eine Kreuzfahrt, weil Kendras Großeltern gestorben waren. Oma und Opa Larsen hatten Verwandte in South Carolina besucht, die dort in einem Wohnwagen lebten. Der eingebaute Gasofen hatte ein Leck bekommen, und sie waren alle im Schlaf erstickt. Schon lange vorher hatten Oma und Opa Larsen bestimmt, dass im Falle ihres Todes all ihre Kinder und Schwiegerkinder von einer zu diesem Zweck von ihnen hinterlegten Summe eine Skandinavienkreuzfahrt machen sollten.
Enkelkinder waren nicht eingeladen.
"Wird es nicht langweilig, wenn man siebzehn Tage auf einem Boot festsitzt?", fragte Kendra.
Dad sah sie im Rückspiegel an. "Das Essen soll unglaublich gut sein. Schnecken, Fischeier und alles, was dazugehört."
"Wir sind nicht übermäßig erpicht auf diese Kreuzfahrt", sagte Mom traurig. "Ich glaube nicht, dass deine Großeltern einen Unfalltod im Sinn hatten, als sie diese Bitte formulierten. Aber wir werden das Beste daraus machen."
"Das Schiff läuft unterwegs Häfen an", meinte Dad und lenkte das Gespräch bewusst in eine andere Richtung. "Man kann immer wieder von Bord gehen."
"Wird diese Autofahrt auch siebzehn Tage dauern?", fragte Seth.
"Wir sind fast da", antwortete Dad.
"Müssen wir denn wirklich bei Oma und Opa Serensen bleiben?", meinte Kendra.
"Es wird euch Spaß machen", erwiderte Dad. "Ihr solltet euch geehrt fühlen. Sie laden fast nie jemanden zu sich ein."
"Genau. Wir kennen sie kaum. Sie sind Eremiten."
"Nun, sie sind meine Eltern", sagte Dad. "Und irgendwie habe ich überlebt."
Die Straße schlängelte sich jetzt nicht mehr durch bewaldete Hügel, und sie fuhren durch eine Stadt. Vor einer Ampel hielten sie an, und Kendra beobachtete eine übergewichtige Frau, die ihren Minivan volltankte. Die Windschutzscheibe ihres Wagens war schmutzig, aber die Frau schien nicht die Absicht zu haben, sie zu waschen.
Kendra schaute nach vorn. Die Windschutzscheibe des SUV war ebenfalls verdreckt und von toten Insekten verschmiert, obwohl Dad sie bei ihrem letzten Tankstopp saubergewischt hatte. Sie waren heute den ganzen Weg von Rochester bis hierher gefahren.
Kendra wusste, dass Oma und Opa Serensen sie nicht eingeladen hatten. Sie hatte mitgehört, wie Mom Opa Serensen gebeten hatte, die Kinder bei sich au

