Antonio Rosetti (1750-1792): Oboenkonzerte C-dur,D-dur,F-dur (Murray C28,31,33) drucken
Antonio Rosetti (1750-1792)
Oboenkonzerte C-dur,D-dur,F-dur (Murray C28,31,33)
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Es gehört immer noch zu den weitgehend ungeklärten, reizvollen Aufgaben der Musikgeschichtsforschung, die Rolle böhmischer Musikanten bei der Suche nach den stilistischen Wurzeln des klassischen Zeitalters ausfindig zu machen. Es fällt nämlich auf, dass sich Joseph Haydn als "Vater,. der Wiener Klassik seine kompositorischen Sporen in Lukavec am Hofe des Grafen Morzin in der Nähe von Pilsen verdiente, während die frühklassische Phase des Stilübergangs am Mannheimer Hofe ebenfalls recht spektakulär von böhmischen Musikanten gestaltet wurde. Aus späterer Zeit am Esterhazyschen Hofe stammt Haydns viel zitierter Ausspruch, "ich war von der Welt abgesondert ... und so musste ich original werden" (festgehalten von Haydns Zeitgenossen und frühestem Biographen Griesinger). "Original.( wurde gleichzeitig in Mannheim die böhmische Musikefrfamilie Stamitz mit ihren böhmischen Kollegen. Zwischen diesen beiden Exponenten - Stamitz und Haydn - steht wiederum ein Böhme: der aus der Gegend von Leitmeritz stammende Rössler-Rosetti. Sein Vorteil war es, im süddeutschen Raum einen musikbegeisterten Dienstherrn gefunden zu haben, in dessen Schlosse sich die Wege der damaligen Musikerprominenz gekreuzt haben. So war unser Künstler über die aktuellen Stilrichtungen bestens informiert. Zusätzlich ergänzte er sein Können und Wissen mit fürstlichem Wohlwollen auch durch Gastaufenthalte in den damaligen Musikzentren. Schließlich erreichte er ein Ansehen, das ihn unmittelbar neben den frühen Haydn stellte. Das vorliegende Programm mit drei Oboenkonzerten aus der Feder Rosettis bestätigt diesen Ruf.


