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Till Bastian
Seelenleben
Eine Bedienungsanleitung für unsere Psyche
Detailinformationen
Anmerkungen
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Beschreibung
Vom guten Umgang mit der eigenen Seele / Manche Menschen scheinen mehr Wert auf die Wartung ihres Autos zu legen als darauf, sich um die eigene Seele zu kümmern. Doch gerade in der heutigen Zeit braucht unsere Psyche Aufmerksamkeit. Hochtouriges Fahren schadet nicht nur unserem inneren Motor, es erhöht auch die Unfallgefahr. Till Bastian zeigt, wie wir "Bedienungsfehler" vermeiden.Rezension
"Bastian hält es mit dem Dichter Hermann Hesse und seiner Devise: 'Überseht doch die kleinen Freuden nicht!' Das (im Unterschied zu den meisten echten Bedienungsanleitungen) gut lesbare Buch enthält auch praktische Tipps für die Umsetzung dieses weisen Ratschlags." (Stuttgarter Nachrichten)Klappentext
Vom guten Umgang mit der eigenen SeeleManche Menschen scheinen mehr Wert auf die Wartung ihres Autos zu legen als darauf, sich um die eigene Seele zu kümmern. Doch gerade in der heutigen Zeit braucht unsere Psyche Aufmerksamkeit. Hochtouriges Fahren schadet nicht nur unserem inneren Motor, es erhöht auch die Unfallgefahr. Till Bastian zeigt, wie wir »Bedienungsfehler« vermeiden.
Kluge Seelenkunde eines renommierten Psychotherapeuten
Vom guten Umgang mit der eigenen Seele
Für mehr Lebensfreude und psychische Gesundheit
Auszüge aus dem Buch
Wozu dieses Buch?Im Jahr 2007 so berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am 16. Juli 2008 "verbrachten Patienten mit psychischen Krankheiten erstmals mehr Tage in deutschen Kliniken als Herz-Kreislauf-Kranke." Damit fand eine Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt, die sich schon seit etlichen Jahren abgezeichnet hatte.
Pro 1 000 Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurden 1990 noch 380 Krankenhaustage wegen diverser Herz-Kreislauf-Leiden gezählt 2007 waren es nur noch 224 Tage: ein Minus von 41 Prozent.
Völlig anders hingegen stellt sich die Entwicklung bei den psychischen Erkrankungen dar: Noch 1990 registrierte die GKV pro 1000 Versicherte "nur" 175 Krankenhaustage wegen "seelischer Störungen von Krankheitswert", wie es im Amtsdeutsch der Reichsversicherungsordnung (RVO) heißt 2007 hingegen zählten die Statistiker bereits 241 im Krankenhaus verbrachte Tage pro Kopf, was einem Plus von immerhin 37 Prozent entspricht. Durch den starken Anstieg seelischer Erkrankungen nahm auch die Zahl der Krankenhausaufnahmen insgesamt zu, und zwar auf 179 Aufnahmen in eine Klinik pro 1000 Versicherte; 175 waren es noch im Vorjahr 2006 gewesen.
Ohne Zweifel sind die Ursachen für diesen Trend vielgestaltig. Ein Faktor indes wirkt dabei ganz sicher möglicherweise sogar entscheidend! mit: dass nämlich für die vorbeugende Verhinderung ("Prävention") von Herz-Kreislauf-Erkrankungen heute wesentlich mehr getan wird als noch vor zwanzig Jahren, zum Beispiel durch sportliches Training oder durch gesündere Ernährung. Bei seelischen Störungen hingegen verhält es sich völlig anders: Der soziale Wandel, den die krisengeschüttelte globalisierte Industriegesellschaft derzeit durchlebt (oder besser gesagt: durchleidet), wirkt in mehr als einer Hinsicht krankheitsfördernd. Angst und Hektik sind allgegenwärtig; sie prägen die Atmosphäre des Alltagslebens ebenso nachhaltig, wie der Geruch eines vollen Aschenbechers die Luft eines Zimmers verdirbt mag es auch noch so prächtig möbliert sein ...
Der Vorbeugegedanke gehört zum uralten Weltwissen der Menschheit, wie sich an verschiedenen Texten leicht zeigen lässt. Einer davon stammt von dem legendären chinesischen Philosophen Laotse (chinesisch "Laudzi", was nichts anderes heißt als "Alter Meister"). Laotse lebte im sechsten Jahrhundert vor der Zeitenwende. Sein "Buch der Weisheit und der Tugend" ("TaoTeKing") soll beim Verlassen Chinas entstanden sein; es enthält 81 Sinnsprüche wie zum Beispiel diesen hier, den 64.:
Was noch ruhig ist, lässt sich leicht ergreifen. Was noch nicht hervortritt, lässt sich leicht bedenken. Was noch zart ist, lässt sich leicht zerbrechen. Was noch klein ist, lässt sich leicht zerstreuen. Man muss wirken auf das, was noch nicht da ist ...
Zu keiner Zeit der Menschheitsgeschichte wurde dieses "Prinzip Prävention" derart gröblich und zum langfristigen Schaden aller! vernachlässigt wie in der Gegenwart der technokratischen Industriegesellschaften, die in einer globalisierten Weltwirtschaft rücksichtslos miteinander konkurrieren. Prävention, also vorbeugende Verhinderung ("Der ungefährlichste Schadstoff ist der, der gar nicht erst produziert wird!"), findet kaum Aufmerksamkeit in der Politik und ebenso wenig allen Lippenbekenntnissen zum Trotz! im Umweltschutz. Keineswegs besser steht es um die Medizin! Zwar greift auf einigen wenigen Themenfeldern allmählich der Gedanke um sich, dass die billigste Krankheit allemal diejenige wäre, die gar nicht erst entsteht (so zögerlich und inkonsequent das Bemühen um eine wirkungsvolle Krankheitsverhütung auch ist, auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen scheint es ja immerhin erste Erfolge zu zeitigen); in vielerlei Hinsicht indes steht das Gesundheitswesen dem massiven Anwachsen der gesundheitsgefährdenden Risikofaktoren mit nahezu völliger Hilflosigkeit gegenüber. Dies ist, ich kann es als ein Fazit meiner eigenen Lebens- und Berufserfahrung ohne jedes Wenn und

