Stefan Zweig: Brasilien
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Brasilien
Ein Land der Zukunft
- Buch

- Erscheinungstermin: 15.3.1997
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Detailinformationen
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Kurzbeschreibung
Mitten im Zweiten Weltkrieg, auf dem Höhepunkt der Selbstzerstörung Europas, der gesamten abendländischen Zivilisation durch ideologischen Fanatismus verweist der Dichter auf Brasilien als Gegenmodell: "... Europa hat unermeßlich mehr Tradition und weniger Zukunft, Brasilien weniger Vergangenheit und mehr Zukunft!" Stefan Zweig
Beschreibung
Der erste Eindruck, den Stefan Zweig 1936 von Brasilien gewann, bestimmte die folgenden: das Land hatte eine Pathoswirkung auf ihn - es rief eine romantische Reaktion hervor, ein seelisches Wohlbefinden in einer traumhaft wirkenden Landschaft. Brasilien und seine Menschen schienen ihm in völliger Harmonie übereinzustimmen, die durch die großen, vor allem sozialen Gegensätze durchaus nicht beeinträchtigt wurde: "heller scheint dem Gast hier das Leben mit der helleren Sonne". Seinen Dank stattete er dem "wundervollen Land Brasilien" vor allem mit dieser Monographie ab, die freilich mehr seiner exotischen und pittoresken Eigenart als seiner damals gerade aufstrebenden, den Brasilianern so wichtigen technischen Entwicklung gewidmet ist. Für Stefan Zweig war es ein Land der Zukunft; ein halbes Jahrhundert später wirkt der Satz "Brasilien wird immer eine Zukunft haben" angesichts des Kahlschlags im Paradies sehr viel problematischer.
Biografie:
Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.