Rosenberg, Marshall B. §Gewaltfreie Kommunikation drucken

Rosenberg, Marshall B. §Gewaltfreie Kommunikation

Eine Sprache des Lebens. Gestalten Sie Ihr Leben, Ihre Beziehungen und Ihre Welt in Übereinstimmung mit Ihren Werten
  • Buch i
  • Erscheinungstermin: 15.9.2001
  • Verfügbarkeit: versandfertig innerhalb 24 Stunden i

Detailinformationen

  • Junfermann, 09/2001
  • Einband: Kartoniert / Broschiert
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783873874541
  • Bestellnummer: 5314935
  • Dummy: Bücher
  • Umfang: 237 Seiten
  • Sonstiges: Mit Abb. u. Übers.
  • Auflage: 9. Aufl.
  • Gewicht: 420 g
  • Maße: 240 x 170 mm
  • Stärke: 14 mm

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Kurzbeschreibung

Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache der Menschheit, die Sprache eines Volkes, das rücksichtsvoll miteinander umgeht und die Sehnsucht hat, in Balance mit sich selbst und anderen zu leben. Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch alltägliche Lösungen für komplexe Kommunikationsprobleme anschaulich.

Beschreibung

Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als "gewalttätig", dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid - bei uns selbst oder bei anderen. Die Gewaltfreie Kommunikation hilft uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören. Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewusste Antworten. Wir werden angeregt, uns ehrlich und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir die Gewaltfreie Kommunikation in unseren Interaktionen anwenden, ob mit uns selbst, mit einem anderen Menschen oder in einer Gruppe, kommen wir an eine Tür, die auf allen Ebenen der Kommunikation, in allen Altersklassen und in den unterschiedlichsten Situationen im Beruf, im Privatleben und auf dem politischen Parkett erfolgreich geöffnet werden kann.
Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache der Menschheit, die Sprache eines Volkes, das rücksichtsvoll miteinander umg eht und die Sehnsucht hat, in Balance mit sich selbst und anderen zu leben. Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch alltägliche Lösungen für komplexe Kommunikationsprobleme anschaulich.

Inhaltsangabe

Vorwort von Arun Gandhi
Vorwort von Vera F. Birkenbihl
Einführung von Friedrich Glasl
Von Herzen geben: Das Herz der gewaltfreien Kommunikation
Wie Kommunikation Einfühlungsvermögen blockiert
Beobachten ohne zu bewerten
Die höchste Form menschlicher Intelligenz
Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen
Um das bitten, was unser Leben bereichert
Empathisch aufnehmen
Die Macht der Empathie
Ärger vollständig ausdrücken
Die beschützende Anwendung von Macht
Uns selbst befreien und andere unterstützen
Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken in gewaltfreier Kommunikation

Klappentext

Einfühlsam zuhören - einfühlsam sprechen.

Auszüge aus dem Buch

"Unser Repertoire an Schimpfwörtern ist oft umfangreicher als der Wortschatz, mit dem wir unseren Gefühlszustand klar beschreiben können. Ich habe einundzwanzig Jahre lang verschiedene amerikanische Bildungsstätten durchlaufen und kann mich nicht daran erinnern, daß mich einmal jemand gefragt hätte, wie ich mich fühle. Gefühle wurden einfach nicht als wichtig angesehen. Was sehr geschätzt wurde, war "die richtige Art zu denken" - nach Definition derer, die Stellungen von Rang und Autorität innehatten. Wir werden eher dazu trainiert, "außenorientiert" zu leben, als mit uns selbst in Kontakt zu sein. Wir lernen "in unserem Kopf" zu sein und uns zu fragen: "Was halten die anderen für richtig in dem, was ich sage und tue?" In einem GFK-Workshop erzählte ein College-Student von einem Mitbewohner, der die Musik so laut aufdrehte, daß er nicht schlafen konnte. Auf die Frage nach seinen Gefühlen in der geschilderten Situation antwortete der Student: "Ich habe das Gefühl, daß es nicht in Ordnung ist, nachts so laut Musik zu hören." Ich wies darauf hin, daß, wenn er nach dem Wort fühlen das Wort dass sagt, er eine Meinung äußert, aber nicht seine Gefühle offenlegt. Auf die nochmalige Bitte, seine Gefühle auszudrücken, erwiderte er: "Ich habe das Gefühl, die Leute, die so was machen, haben eine Persönlichkeitsstörung." Ich erklärte ihm, daß auch dies eine Meinung statt einer Gefühlsäußerung sei. Er machte eine nachdenkliche Pause und sagte dann vehement: "Ich habe überhaupt keine Gefühle dazu!"

Dieser Student hatte offensichtlich starke Gefühle. Leider wußte er nicht, wie er sich seiner Gefühle bewußt werden, geschweige denn sie in Worte fassen konnte. Diese Schwierigkeit, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, ist weit verbreitet, besonders bei Anwälten, Ingenieuren, Polizisten, Managern und Leuten, die im Militär Karriere machen - Menschen, deren Fachsprache sie von Gefühlsäußerungen abhält. Familien müssen einen hohen Preis bezahlen, wenn ihre Mitglieder sich keine Gefühle mitteilen können. Die Country- und Western-Sängerin Reba McIntire schrieb einen Song nach dem Tod ihres Vater: "Der tollste Mann, den ich nie kannte". Damit drückt sie zweifelsohne die Gefühlslage vieler Menschen aus, die nie in der Lage waren, die emotionale Verbindung zu ihrem Vater aufzubauen, die sie gerne gehabt hätten.

Ich höre immer wieder die Feststellung: "Verstehen Sie mich nicht falsch - ich bin mit einem wunderbaren Mann verheiratet - ich weiß nur nie, was er fühlt." Eine dieser unzufriedenen Frauen brachte ihren Mann mit zu einem Workshop, wo sie zu ihm sagte: "Ich fühle mich, als wäre ich mit einer Wand verheiratet." Daraufhin gab der Mann eine ausgezeichnete Imitation einer Wand zum besten: Er saß da, steif und stumm. Verzweifelt drehte sich die Frau zu mir und rief aus: "Sehen Sie! Genau das passiert die ganze Zeit. Er sitzt da und sagt nichts. So lebt es sich mit einer Wand."

"Das hört sich für mich so an, als wären Sie einsam und hätten gerne mehr emotionalen Kontakt zu Ihrem Mann", sagte ich. Als sie zustimmte, versuchte ich ihr aufzuzeigen, daß Äußerungen wie: "Ich fühle mich, als wäre ich mit einer Wand verheiratet" nicht dazu geeignet sind, ihrem Mann ihre Gefühle und Wünsche nahezubringen. Sie werden sogar höchstwahrscheinlich als Kritik gehört und nicht als Einladung, mit den Gefühlen in Kontakt zu kommen. Des weiteren führen solchen Äußerungen zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Ein Ehemann hört z. B. die Kritik, daß er sich wie eine Wand verhält; er ist verletzt und entmutigt und reagiert nicht; und so bestätigt sich das Bild seiner Frau von ihm als Wand."

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