Jeffrey E. Young: Sein Leben neu erfinden drucken
Jeffrey E. Young
Janet S. Klosko
Sein Leben neu erfinden
Wie Sie Lebensfallen meistern. Den Teufelskreis selbstschädigenden Verhaltens durchbrechen ... Und sich wieder glücklich fühlen
Detailinformationen
Anmerkungen
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Kurzbeschreibung
Unbefriedigende Beziehungen, ein unbegründeter Mangel an Selbstachtung, das Gefühl, ein unerfülltes Leben zu führen - alle diese Probleme kann man lösen, indem man die Botschaften verändert, die man verinnerlicht hat. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie den Teufelskreis selbstschädigender Verhaltensmuster, im vorliegenden Buch "Lebensfallen" genannt, durchbrechen können. Die renommierten Psychotherapeuten Jeffrey E. Young und Janet S. Klosko nutzen die neuesten Erkenntnisse der kognitiven Therapie, um Ihnen beim Erkennen und Verändern negativer Denkmuster zu helfen. Sie ersparen Ihnen damit eine langwierige traditionelle Therapie oder die Einnahme von Medikamenten. Die Autoren beschreiben elf der häufigsten "Lebensfallen", bieten für jede von diesen einen diagnostischen Test an und helfen Ihnen durch detaillierte Empfehlungen, sich aus diesen Fallen zu befreien.Inhaltsangabe
Vorwort von Prof. Dr. Heinrich BerbalkVorwort von Aaron Beck, M. D.
Welche Lebensfallen sind bei Ihnen wirksam?
Lebensfallen verstehen
Sich-Ergeben, Flucht und Gegenangriff
Wie sich Lebensfallen verändern lassen
Eine Philosophie der Veränderung
Klappentext
Unbefriedigende Beziehungen, ein unbegründeter Mangel an Selbstachtung, das Gefühl, ein unerfülltes Leben zu führen - alle diese Probleme kann man lösen, indem man die Botschaften verändert, die man verinnerlicht hat. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie den Teufelskreis selbstschädigender Verhaltensmuster, im vorliegenden Buch "Lebensfallen" genannt, durchbrechen können. Die renommierten Psychotherapeuten Jeffrey E. Young und Janet S. Klosko nutzen die neuesten Erkenntnisse der kognitiven Therapie, um Ihnen beim Erkennen und Verändern negativer Denkmuster zu helfen. Sie ersparen Ihnen damit eine langwierige traditionelle Therapie oder die Einnahme von Medikamenten. Die Autoren beschreiben elf der häufigsten "Lebensfallen", bieten für jede von diesen einen diagnostischen Test an und helfen Ihnen durch detaillierte Empfehlungen, sich aus diesen Fallen zu befreien. "Young und Klosko haben Pionierarbeit geleistet, indem sie Werkzeuge entwickelt haben, um signifikante Veränderungen in Beziehungen und im beruflichen Bereich herbeizuführen. Das Buch spiegelt die ungeheure Sensibilität, das Mitgefühl und den klinischen Scharfblick seiner Autoren wider." - Aaron BeckAuszüge aus dem Buch
"Die Ursprünge der Lebensfalle VerlassenheitWenn wir uns mit dem Ursprung von Lebensfallen beschäftigen, konzentrieren wir uns auf Aspekte der Umgebung, in der das betreffende Kind gelebt hat. Wir wissen einiges darüber, welche Aspekte dysfunktionaler familiärer Umgebungen - beispielsweise Mißbrauch bzw. Mißhandlung, Vernachlässigung und Alkoholismus - die Entwicklung individueller Lebensfallen offenbar fördern. Dem genetischen Einfluß messen wir unter anderem deshalb geringere Bedeutung bei, weil bisher kaum gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber existieren, wie sich biologische Aspekte auf die Herausbildung unserer Persönlichkeitsmuster auswirken. Wir nehmen an, dass sich die Genetik auf das Temperament auswirkt, das wiederum einen Einfluß darauf hat, wie wir als Kinder von Erwachsenen behandelt werden und wie wir auf diese Art der Behandlung reagieren. Doch haben wir kaum Möglichkeiten, auch nur einigermaßen zuverlässig festzustellen, wie das Temperament eines Kindes sich auf die Entwicklung bestimmter Lebensfallen bei ihm auswirkt.
Allerdings bildet die Lebensfalle Verlassenheit eine Ausnahme zu dieser generellen Regel. Säuglingsforscher haben festgestellt, dass manche Babys auf Trennungserlebnisse wesentlich intensiver reagieren als andere. Demnach scheinen einige Menschen biologisch zur Entwicklung der Lebensfalle Verlassenheit prädisponiert zu sein. Die Art, wie wir auf die Trennung von einem Menschen, der sich um unser Wohl kümmert, reagieren, ist offenbar zumindest teilweise angeboren. Trennungen von der Mutter haben auf ein neugeborenes Kind einen starken Einfluß. In der gesamten Welt der Säugetiere hängt das Überleben der Jungen ganz und gar von ihren Müttern ab, und wenn ein Säugetierjunges seine Mutter verliert, stirbt es gewöhnlich. Säuglinge bringen die Anlage mit auf die Welt, sich so zu verhalten, dass Trennungen von ihrer Mutter möglichst schnell beendet werden. Im Fall einer Trennung weinen sie und zeigen auf andere Weise, daß sie unter der Situation leiden. Sie "protestieren", wie John Bowlby es in seinem klassischen Werk Trennung formuliert hat. Bowlby hat sich in seinen Schriften mit Säuglingen und Kleinkindern beschäftigt, die zeitweise von ihren Müttern getrennt waren. Die Babys wurden zusammen mit anderen Kindern in Heimen betreut. Bei der Beobachtung dieser Kinder stellte sich heraus, daß der Trennungsprozeß in drei Phasen verläuft; dies galt generell für alle beobachteten Babys. Zunächst "protestieren" die Babys, wie bereits erwähnt wurde, und zeigten starke Angst. Sie suchten nach ihren Müttern. Wenn jemand anders sie zu trösten versuchte, gelang dies nicht. Phasenweise blitzte bei ihnen Wut auf die Mutter auf. Doch wenn die Mutter nach einer gewissen Zeit immer noch nicht wieder aufgetaucht war, wurde das Verhalten der Kinder allmählich resignativ, und eine Phase der Depression begann, in der sie sich apathisch verhielten und in sich gekehrt wirkten. Auf Bemühungen des Betreuungspersonals, emotionalen Kontakt zu ihnen herzustellen, reagieren sie indifferent. Verging jedoch genügend Zeit, endete dieser Zustand der Depression, und die Babys entwickelten neue Bindungen.
Kehrte die Mutter dann zurück, trat das Baby in die dritte Phase, die der Distanzierung, ein. Es nahm zu seiner Mutter keinen Kontakt auf, näherte sich ihr nicht und zeigte ihr gegenüber kein Interesse. Nach einer Weile nahm die Distanziertheit des Kindes jedoch ab, und die Bindung zur Mutter wurde wiederhergestellt. Auch nach der akuten Bewältigung eines solchen Erlebnisses neigte das betreffende Baby zur Ängstlichkeit und zum Ausdruck starker Anhänglichkeit, sobald die Mutter außer Sicht war - es hatte der Mutter gegenüber eine, wie Bowlby es nannte, "ängstliche Bindung" entwickelt."

