Fernsehen
Roman
- Buch

- Erscheinungstermin: 27.8.2008
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Detailinformationen
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Kurzbeschreibung
Mit dem Fernsehen ist für den Erzähler, ein Kunsthistoriker mit Stipendium in Berlin, endgültig Schluß. Die Familie ist im Urlaub und die lang aufgeschobene Studie über den Maler Tizian wartet auf ihre Vollendung. Doch die TV-Abstinenz stellt den begeisterten Sportzuschauer auf eine harte Probe. Ein fortwährendes Gefühl des Mangels sucht ihn heim, ein diffuser Schmerz. So gibt er sich dem Müßiggang hin, beginnt eine Odyssee durch das sommerliche Berlin, eine Erkundungsreise durch Ost und West. Eine Odyssee, an deren Ende jedoch die Einsicht in die Macht des Fernsehens steht - und der Erwerb eines Zweitgeräts.
Jean-Philippe Toussaint hat ein vergnügliches Buch über die Folgen eines Selbstversuchs geschrieben: den Ausstieg aus der Fernsehgemeinschaft. Anekdotenreich, pointiert und mit unnachahmlich feiner Ironie durchdringt Toussaint die Rätsel des Berliner Alltags diesseits der Mattscheibe. So ist Fernsehen zugleich eine Meditation über die Allgegenwart des Fernsehens wie auch ein ungemein leichtfüßiger Hauptstadt-Roman.
Klappentext
Sommer in Berlin. Ein Kunsthistoriker, der dank eines Stipendiums einige Monate in einer großen Berliner Wohnung verleben darf und dessen Familie ihren Urlaub in Italien verbringt, will die Gelegenheit nutzen, sich seiner lang aufgeschobenen Studie über Tizian zu widmen. Doch stattdessen verbringt er Stunden vor dem Fernseher. Als er seine innere Trägheit durchschaut, entschließt er sich schweren Herzens, den Fernsehapparat für immer abzuschalten. Eine harte Probe seiner Selbstdisziplin, denn er ist geradezu süchtig nach Sportsendungen aller Art. Die fernsehlose Zeit bekommt ihm gar nicht gut. Gefühle von Entbehrung bis hin zu diffusem Schmerz stellen sich ein. Statt fernzusehen gibt der Held sich nun bereitwillig und auf seine somnambule Art dem Müßiggang im sommerlichen Berlin hin, unternimmt Ausflüge an Badeseen, besucht Museen und Cafés. Und er verabredet sich, zum Beispiel mit dem Literaten und von ihm beneideten Frauenhelden John Dory, zu einem Ausflug in den tiefen Osten, der in einem Rundflug über ganz Berlin mündet. Sein Versagen an der Wirklichkeit kommt ihm schlagartig in den Sinn, als ihm einfällt, dass er völlig vergessen hat, die Blumen seiner Nachbarn, der Dreschers, den Sommer über wie versprochen zu gießen.
Biografie:
Jean-Philippe Toussaint, geboren 1957 in Brüssel, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Romanveröffentlichungen, mehrere Filmdrehbücher und führte selbst Regie. Der Autor lebt in Brüssel und auf Korsika.