Hetty van de Rijt: Oje, ich wachse! drucken
Hetty van de Rijt
Frans X. Plooij
Oje, ich wachse!
Von den 10 "Sprüngen" in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können
Detailinformationen
Anmerkungen
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Beschreibung
Eine überarbeitete und erweiterte Ausgabe zum neuesten Forschungsstand dokumentiert jetzt die Entwicklung von Kleinkindern in den ersten 20 Monaten ihres Lebens.In dieser Phase entwickeln sich Kinder in Schüben. Längere Zeit geschieht wenig bis gar nichts. Und dann wachsen sie viele Millimeter in einer Nacht. Zehn solcher "Sprünge" in seiner geistigen und körperlichen Entwicklung macht ein Baby in dieser Zeit mit. Sie gehen mit viel Unruhe und Geschrei einher und bringen Eltern zuweilen an den Rand der Verzweiflung. Die "Visitenkarte" eines solchen Sprungs sind unruhige, weinerliche Perioden - die Babys sind anstrengender, empfindlicher und fordernder als sonst. Doch diese aufregende Zeit - fast auf die Woche genau vorhersagbar - ist zugleich auch spannend, bietet sie doch die Möglichkeit, die Entwicklung eines Kindes positiv zu beeinflussen. Wie das geht, wie Eltern - vor allem Mütter - diese Zeit gut überstehen und wie sie ihrem Baby helfen können, zeigen die Autoren anhand neuester Forschungsergebnisse. Sie nehmen sie an die Hand und lotsen sie mit viel Einfühlungsvermögen durch diese schwierigen Phasen. Und sie zeigen ihnen, womit sie ihr Kind jetzt fördern können. Denn in dieser Zeit ist es besonders offen für alles Neue. Ein unverzichtbares Buch für alle jungen Eltern. Ein Ratgeber im besten Sinn des Wortes: aktuell, praxisnah und mit viel Humor geschrieben.
Eine unverzichtbare Hilfe für junge Eltern.
Klappentext
Die grundlegend überarbeitete, erweiterte und den neuesten Forschungsstand reflektierende Ausgabe des Longsellers dokumentiert jetzt die Entwicklung von Kleinkindern in den ersten 20 Monaten ihres Lebens. In dieser Phase entwickeln sich Kinder in Schüben. Längere Zeit geschieht wenig bis gar nichts. Und dann wachsen sie viele Millimeter in einer Nacht. Zehn solcher "Sprünge" in seiner geistigen und körperlichen Entwicklung macht ein Baby in dieser Zeit mit. Sie gehen mit viel Unruhe und Geschrei einher und bringen Eltern zuweilen an den Rand der Verzweiflung. Die "Visitenkarte" eines solchen Sprungs sind unruhige, weinerliche Perioden - die Babys sind anstrengender, empfindlicher und fordernder als sonst. Doch diese aufregende Zeit - fast auf die Woche genau vorhersagbar - ist zugleich auch spannend, bietet sie doch die Möglichkeit, die Entwicklung eines Kindes positiv zu beeinflussen. Wie das geht, wie Eltern - vor allem Mütter - diese Zeit gut überstehen und wie sie ihrem Baby helfen können, zeigen die Autoren anhand neuester Forschungsergebnisse. Sie nehmen sie an die Hand und lotsen sie mit viel Einfühlungsvermögen durch diese schwierigen Phasen. Und sie zeigen ihnen, womit sie ihr Kind jetzt fördern können. Denn in dieser Zeit ist es besonders offen für alles Neue. Ein unverzichtbares Buch für alle jungen Eltern. Ein Ratgeber im besten Sinn des Wortes: aktuell, praxisnah und mit viel Humor geschrieben.Eine unverzichtbare Hilfe für junge Eltern.
Auszüge aus dem Buch
EinleitungWenn ein Baby schreit, ist das eine Qual für den, der dieses kleine Wesen gesund und glücklich sehen will. Fast jede Mutter macht sich immer wieder Sorgen um ihr Baby. Und denkt dann oft, sie sei die Einzige, die nicht den ganzen Tag froh und glücklich ist. Die Einzige, die sich unsicher, ängstlich, verzweifelt oder zornig fühlt, wenn ihr Baby anstrengend und untröstbar ist. Die Einzige, die weiß ist wie die Wand und erschöpft von zu wenig Schlaf. Sorgen, Müdigkeit, Ärger, Schuldgefühle und gelegentlich auch Aggression wechseln einander ab. Das Schreien des Babys kann auch zu Spannungen zwischen den Eltern führen. Besonders wenn sie sich nicht einig sind, wie damit umzugehen ist. Und kostenlose, gut gemeinte Ratschläge von Freunden, Familie, Nachbarn und sogar Fremden machen alles nur noch schlimmer. "Ruhig brüllen lassen, das stärkt die Lungen", ist nicht gerade die Lösung, die die Mutter hören will. Und das Problem herunterzuspielen hilft genauso wenig.
Die gute Neuigkeit: Es gibt Gründe
Wir haben 30 Jahre lang untersucht, wie Babys sich entwickeln und wie derjenige, der für das Baby sorgt - meist ist das die Mutter -, darauf reagiert. All unsere Untersuchungen haben wir bei Eltern daheim gemacht. Wir haben ihren Alltag beobachtet. Wir haben viele Fragen gestellt, sind in Gesprächen näher darauf eingegangen. Und wir stellten fest: Von Zeit zu Zeit erleben alle Eltern dieses heulende Elend. Mehr noch: Zu unserer Überraschung waren normale, gesunde Babys jeweils im selben Alter weinerlicher, empfindlicher, fordernder und anstrengender als sonst. Kurzum, sie brachten ihre Mütter zeitweise zur Verzweiflung. Wir können inzwischen fast auf die Woche genau vorhersagen, wann eine Mutter mit so einer schwierigen Zeit zu rechnen hat. Zu den gleichen Resultaten kamen übrigens auch Wissenschaftler aus England, Schweden und Spanien. Die schwedischen Forscher beobachteten dazu 17 Mütter und ihre Babys über einen Zeitraum von 15 Monaten, ihre spanischen Kollegen 18 und die englischen Forscher 30.
Babys schreien nicht ohne Grund. Sie sind verunsichert, weil ihre Entwicklung plötzlich eine drastische Wendung nimmt. Das bringt auch Vorteile mit sich, denn dem Baby eröffnet sich damit die Möglichkeit, Neues zu lernen. Ein Grund zum
Feiern also! Wird ein Baby "schwierig", so bedeutet das im Grunde genommen, dass ein neuer, großartiger Fortschritt bevorsteht. Dem Kind selbst ist damit wenig gedient, denn die Veränderung erschreckt es zunächst und stellt die ihm bisher vertraute Welt völlig auf den Kopf. Von einem Tag auf den anderen ist für das Baby alles anders, gerade so, als wäre es auf einem anderen Planeten aufgewacht.
Eltern, die am Türstock regelmäßig Striche anbringen, wissen Bescheid: Kinder wachsen schubweise. Längere Zeit tut sich absolut nichts, und dann plötzlich wächst das Kind in einer Nacht um mehrere Millimeter. Die mentale Entwicklung verläuft ebenfalls in Schüben oder Sprüngen. Neurologische Forschungen haben ergeben, dass diese Sprünge mit Veränderungen im Gehirn einhergehen.
In diesem Buch beschreiben wir die zehn Sprünge in der mentalen Entwicklung eines Babys im Laufe seiner ersten 20 Lebensmonate. Es ist für Eltern gedacht, die verstehen wollen, wie sich die Weltsicht ihres Kindes mit jedem Sprung verändert und wie sich dem Kind auf Grund dieser Veränderungen Möglichkeiten eröffnen, neue Fertigkeiten zu erlangen und zu verfeinern, die für seine weitere Entwicklung unabdingbar sind. Sind die ersten zehn Sprünge geschafft, hat Ihr Kind eine wichtige vorbereitende Phase seines Lebens hinter sich: die so genannte sensomotorische Phase. In gewissem Sinn ist es nun bereits ein "fertiger" Mensch. Seine Sinne und sein Bewegungsapparat sind aufeinander abgestimmt. Es kann sich in der Umgebung, in der es durch seine Geburt sozusagen "per Zufall" gelandet ist, bewegen, sich ihr anpassen und in ihr überleben...

