Feindbilder - Psychologie der Dämonisierung
Mit einem Vorwort des Dalai Lama
- Buch

- Erscheinungstermin: 15.11.2006
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Detailinformationen
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Kurzbeschreibung
Der Dalai Lama schreibt im Vorwort zu diesem Buch, dass jedes menschliche Wesen nach Glück verlangt und ein Recht darauf hat. Doch Disharmonie, Streit und Gewalt bringen dem Menschen immer wieder Leid. Unversehens geraten wir in Prozesse der Dämonisierung des Anderen, der anderen Gruppe, des anderen Volkes. Wir nehmen das Gegenüber nur noch in negativem Licht wahr, machen es zum Monster, das es mit aller Macht zu bekämpfen gilt.
Die psychotherapeutisch tätigen Autoren erklären, wie es dazu kommt, und zeigen - auch anhand überzeugender Fallbeispiele - Wege der Deeskalation und Entdämonisierung.
Klappentext
Von der Eskalation zur Deeskalation Feindbilder haben in Beziehungen von Menschen destruktive Auswirkungen. Durchschaut man die zugrunde liegenden psychologischen Mechanismen, finden sich Wege aus dem Teufelskreis der Dämonisierung. Der Dalai Lama schreibt im Vorwort zu diesem Buch, dass jedes menschliche Wesen nach Glück verlangt und ein Recht darauf hat. Doch Disharmonie, Streit und Gewalt bringen dem Menschen immer wieder Leid. Unversehens geraten wir in Prozesse der Dämonisierung des Anderen, der anderen Gruppe, des anderen Volkes. Wir nehmen das Gegenüber nur noch in negativem Licht wahr, machen es zum Monster, das es mit aller Macht zu bekämpfen gilt. Die psychotherapeutisch tätigen Autoren erklären, wie es dazu kommt, und zeigen - auch anhand überzeugender Fallbeispiele - Wege der Deeskalation und Entdämonisierung. Inhalt Vorwort des Dalai Lama Vorwort von Arist von Schlippe Einführung Vertrauen und dämonische Erfahrungen Eine Geschichte von Nahi Alon Metaperspektiven, Erwartungs-Erwartungen und Interaktionsmuster Fallgeschichte 1: "Hattest du Sex mit einem anderen?" Fallgeschichte 2: "Du warst nie eine gute Mutter!" Fallgeschichte 3: Das Familienunternehmen Dämonische und tragische Sicht Prämissen einer dämonischen Sicht 1. Alles Leiden kommt vom Bösen 2. Der Andere ist ein fremdartiges und sich verstellendes Wesen 3. Das Glück ging verloren und kann wieder gefunden werden 4. Die Ursachen des Leidens sind tief verborgen 5. Das Aufdecken der verborgenen Kräfte bedarf einer besonderen Form von Wissen 6. Schuldeingeständnis und Beichte sind die Vorbedingungen für eine Heilung 7. Heilung besteht in der Ausrottung des verborgenen Übels Prämissen einer tragischen Sicht 1. Leiden ist ein wesentlicher und unausweichlicher Teil des Lebens 2. Schlechte Handlungen können positiven Eigenschaften entstammen 3. Der Andere ist uns ähnlich 4. Es gibt keinen privilegierten Einblick in die Erfahrungswelt eines anderen 5. Radikale Lösungen vergrößern oft das Leiden 6. Die Allgegenwärtigkeit des Leidens erfordert Akzeptanz, Mitleiden und Trösten Fallgeschichte 4: "Wer will ein Monster als Mutter haben?" Entdämonisierende Dialoge Reframing Fallgeschichte 5: "Schlampige Vorspeise ..." Entdämonisierende Fragen Fallgeschichte 6: Nachvollziehbare Wutausbrüche Metaphern Fallgeschichte 7: Bolzen und Mutter voneinander lösen Das Modifizieren dämonischer Bewertungen Die Einschätzung des Problems Fallgeschichte 8: Dreißig Prozent - ein realistisches Ziel? Selbsteinschätzung Fallgeschichte 9: Schuld dahin, wo sie hingehört Fallgeschichte 10: Die Verhandlung Fortschritte erkennen lernen Fallgeschichte 11: "Der explodierende Mann" Nichtdämonische Ziele Fallgeschichte 12: Schuld und Reue Bescheidene Ziele setzen Fallgeschichte 13: Die Augenoperation Das Prinzip des Reifens Fallgeschichte 14: Aktives Warten Fallgeschichte 15: Das wissenschaftliche Experiment Fallgeschichte 16: Ein Potpourri entdämonisierender Themen Logiken der Eskalation Die Annahmen destruktiven Kämpfens Der Reiz des Dämonischen Vorgehens beim Kämpfen Konstruktive, nichtdämonische Kämpfe Die Annahmen des konstruktiven Kämpfens Die Macht des gewaltlosen Vorgehens Nichtdämonisches Kämpfen in Aktion: Gewaltloser Widerstand durch Eltern gewalttätiger Kinder Fallgeschichte 17: Die Sulkh-Zeremonie Die tragische Weisheit des Trostes Die tröstende Beziehung Fallgeschichte 18: Legitime Trauer Verlust, Erinnerung und Trost Fallgeschichte 19: Der verschollene Freund Hoffnung, Desillusionierung und Trost Fallgeschichte 20: "Wieder ein Höhlenmensch ." Fallgeschichte 21: Ein Paar in der Hölle Literatur Beiträger Haim Omer ist Professor für Psychologie an der Universität von Tel Aviv. Nahi Alon ist ein Klinischer Psychologe und ein Schüler des tibetischen Buddhismus. Prof. Dr. phil. Arist von Schlippe, Diplom-Psychologe, hat den Lehrstuhl für Führung und Dynamik von Familienunternehmen an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten / Herdecke inne. Er ist lehrender Supervisor und Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie in Weinheim, Ausbildung und Entwicklung e. V.
Biografie (Haim Omer):
Haim Omer is Professor of Psychology at Tel-Aviv University. He routinely lectures in Europe on non-violent resistance and on the new authority.
Biografie (Arist von Schlippe):
Arist von Schlippe, Dr. phil., Dipl.-Psych., Familientherapeut und Mitglied der Lehr-Kommission am Institut für Familientherapie, Weinheim. Gestalttherapieausbildung am Fritz Perls Institut, Gesprächspsychotherapeut in der GwG. Nach fünfjähriger familientherapeutischer Tätigkeit in kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken in Neuenkirchen und Dortmund arbeitet er seit 1981 als wissenschftlicher Angestellter an der Universität Osnabrück in der Ausbildung klinischer Psychologen.§Arbeits- und Interessenschwerpunkte: Familientherapie, Verbindung von individualtherapeutischen und systemtherapeutischen Ansätzen, Familienpsychosomatik.