Gerald Weischede: Neurose und Erleuchtung drucken

Gerald Weischede
Ralf Zwiebel

Neurose und Erleuchtung

Anfängergeist in Zen und Psychoanalyse. Ein Dialog
  • Buch i
  • Erscheinungstermin: 15.9.2009
  • Verfügbarkeit: versandfertig innerhalb 24 Stunden i

Detailinformationen

  • Label: Klett Cotta Verlag
  • Einband: Kartoniert / Broschiert
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783608890877
  • Bestellnummer: 7708307
  • Autor: Gerald Weischede, Ralf Zwiebel
  • Umfang: 271 Seiten
  • Gewicht: 407 g
  • Maße: 210 x 135 mm
  • Stärke: 21 mm

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Kurzbeschreibung

Psychoanalyse und Zen-Buddhismus sind unterschiedliche Erfahrungswege, die jedoch viele Ziele gemeinsam haben: Einsicht, Empathie und Heilung. In einem sich schrittweise vertiefenden Dialog werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet.

Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt:

I. Vorwort und Einleitung

II. Zen und die Praxis der Psychoanalyse - ein Überblick

III. Zen und die Praxis der Psychoanalyse - Vertiefungen

1. Eine kurze Einführung

2. Literaturübersicht

3. Praxis des Zen
3.1 Grundlagen der Praxis
3.2 Über das "Selbst"3.3 Über Geist und Bewusstsein
3.4 Über das Leiden
3.5 Zum Begriffder Leerheit

4. Praxis der Psychoanalyse
4.1 Über die psychische Arbeit des analytischen Paares: Verarbeiten - Durcharbeiten - Nacharbeiten
4.2 Die affektive Regulierung der therapeutischen Beziehung am Beispiel des Weinens
4.3 Allein-Sein in der Gegenwart des Anderen: Die Praxis des lebendigen analytischen Kontaktes
4.4 Gelingen und Scheitern: Dilemmata heutiger psychoanalytischer Praxis

IV. Zur Dynamik von Präsenz und Reflexion: Abschließende Überlegungen

Danksagung
Literatur

Werbetitel

Selbst denken - Grenzen ausloten

Klappentext

Es stehen zwei Wege der Selbsterforschung und Heilung im Fokus, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: die Psychoanalyse, eine der Leitwissenschaften der westlichen Moderne mit dem zentralen Aspekt der Neurosenlehre auf der einen Seite, und Zen, jahrtausende alte Weisheitslehre des Ostens, auf der anderen. Die Autoren, ein Zen-kundiger Psychoanalytiker und ein psychotherapeutisch erfahrener Zen-Lehrer, beginnen ihren Dialog beim Grundsätzlichen: - Psychoanalyse orientiert sich am Individuum, Zen-Buddhismus hat die Loslösung von der subjektiven Identität im Auge. - Ziel der Psychoanalyse ist die Linderung oder Heilung von Neurosen, die als Ausdruck einer gestörten Entwicklung verstanden werden; im Zen-Buddhismus wird Krankheit als notwendiger Teil des menschlichen Lebens gesehen. Viele weitere Unterschiede ließen sich anführen und doch gibt es Annäherung und "Verwandtschaft" zwischen beiden Richtungen, die in dem kenntnis- und erfahrungsreichen Dialog herauskristallisiert werden.

Auszüge aus dem Buch

"I. Vorwort und Einleitung

Zen und Psychoanalyse stammen aus unterschiedlichen Zeiten, aus unterschiedlichen Kulturen und sie haben ganz unterschiedliche historische, sozio-kulturelle und geisteswissenschaftliche Hintergründe. Zen wird eher der Religion zugeschrieben, die Psychoanalyse der Psychologie und Wissenschaft, Letztere mit einem notorisch kritischen Verhältnis zur Religion. Im Zen steht das Schweigen im Mittelpunkt, in der Psychoanalyse die Rede. Im Zen geht es um einen "Weg der Weisheit", eine soteriologische Disziplin, in der Psychoanalyse - vor allem auch in der heute üblichen klinischen Praxis - um eine Behandlungsmethode bei psychischen Problemen. So wundert es auch nicht, dass sich Zen und Psychoanalyse in der Regel doch mit einer erheblichen Skepsis, wenn nicht sogar Verleugnung oder Ablehnung gegenüberstehen und auch behandeln. Erst bei genauerem Studium wird deutlich, dass es seit Beginn der Psychoanalyse vor über 100 Jahren und mit dem Beginn der Ausbreitung des Buddhismus und insbesondere des Zen in der westlichen Welt immer wieder Versuche gab - und in den letzten Jahren vermehrt gibt -, einen Dialog zwischen diesen beiden Wegen zu entwickeln.

Davon handelt dieses Buch. Die beiden Autoren lernten sich auf Seminaren des amerikanischen Zen-Meisters Richard Baker-Roshi vor über 15 Jahren kennen. Einer von ihnen ist ein enger Schüler von Baker (G. W.), der andere ein suchender Psychoanalytiker, der erst vor Kurzem auf die Zen-Meditation gestoßen war (R. Z). Vor einigen Jahren boten wir ein Seminar zum Thema "Zen und Psychoanalyse" in der Universität Kassel an, das letztlich zum Ausgangspunkt unserer engeren Zusammenarbeit wurde. Wir stellten verschiedene Texte in einem Reader zusammen, der bei den Studierenden und auch anderen Interessierten Anklang f

Biografie (Gerald Weischede):

Gerald Weischede, Gestalttherapeut, Körpertherapeut, seit 30 Jahren Praxis in Zen-Buddhismus, Zen-Lehrer in Göttingen.

Biografie (Ralf Zwiebel):

Ralf Zwiebel, Prof. Dr. med., Psychoanalytiker und Lehranalytiker am Alexander-Mitscherlich-Institut Kassel (DPV, IPV), war geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychoanalyse und Professor für Psychoanalytische Psychologie an der Universität Kassel. Er ist in eigener psychoanalytischer Praxis tätig.

Autor(en):

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