Edo Popovic: KALDA drucken
Edo Popovic
KALDA
Roman
Detailinformationen
Anmerkungen
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Rezension
Edo Popovic ist der Chef-Undergroundler der kroatischen Literaturszene. (taz)Klappentext
Ivan Kalda wächst in den 60er Jahren in einem ArbeiterviertelZagrebs auf. Seine Mutter ist vor ihrem Vater, einem Glaubensfanatiker,
in die Ehe geflohen; sein spielsüchtiger Vater verlässt
die Familie. Die Pubertät, zurückweisende Mädchen und sein
gestörtes Verhältnis zu Mutter und Stiefvater machen Kalda zu
schaffen. Ein Freund eröffnet ihm die Welt der Musik, der Porno-
Magazine und Drogen. Kalda zieht zu seinem Onkel, schließt die
Schule ab, verliert die Unschuld bei einer Prostituierten und
kauft sich einen Fotoapparat, der sein Leben verändert. Gerade
als seine Karriere als Fotograf beginnt, bricht der Krieg aus. Kalda
wird Kriegsfotograf und steigt im Laufe des Krieges zu einem
ranghohen Kriminellen auf. Kurz vor Kriegsende, sein Onkel ist
tot, seine Mutter wird vermisst, lernt er Tamara kennen. Er heiratet
sie, sie bekommen einen Sohn: David. Nur ist Familienleben
nicht Kaldas Sache: Von alten Bildern und Ängsten verfolgt,
verlässt er beide schließlich. Die Prostituierte Zora, der Psychiater
Galin und der schizophrene Biologe Igor lassen ihn seine
emotionale und soziale Leere vergessen. Seine Karriere als Fotograf
jedoch befindet sich im Niedergang, weil er sich den Anforderungen
der modernen Unterhaltungsindustrie nicht anpassen
will. Erst als er an Tuberkulose erkrankt, kommen die Dinge
wieder in Bewegung.
Mit Elementen des Bildungsromans erzählt Popovic' eindrücklich,
spannend und doch humorvoll vom Erwachsenwerden im
Kroatien des 20. Jahrhunderts und von der gesellschaftlichen
und politischen Entwicklung dieses Landes. Auf der CD zum
Buch befinden sich einige der Kapitel des Romans, auf Deutsch
vorgelesen von einem professionellen Sprecher.

