Donato Carrisi: Der Todesflüsterer, Flexibler Einband
Der Todesflüsterer
- Thriller. Deutsche Erstausgabe
- Originaltitel: Il Suggeritore
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- Übersetzung:
- Christiane von Bechtolsheim, Claudia Schmitt
- Verlag:
- Piper, 02/2010
- Einband:
- Flexibler Einband
- ISBN-13:
- 9783492257701
- Umfang:
- 492 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2010
- Gewicht:
- 404 g
- Maße:
- 190 x 120 mm
- Stärke:
- 28 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.3.2010
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Rezension
"Vorsicht Hochspannung! Donato Carrisi hat ein wahres Teufelswerk vorgelegt. (...) Böse, beängstigend, rauschhaft.", weltexpress. info
Klappentext
In einer Waldlichtung bergen Spurensicherer menschliche Gliedmaßen: die Arme von sechs vermissten Mädchen. Für Profiler Goran Gavila und Sonderermittlerin Mila Vazquez steht fest, dass sie es mit einem extrem kaltblütigen Serientäter zu tun haben. Aber sie ahnen noch nicht, wie perfide der gesichtslose Mörder zu Werke geht. Wie ein Marionettenspieler benutzt er andere dazu, seine grausamen Phantasien Wirklichkeit werden zu lassen. Und auch sie selbst sind längst Figuren eines beängstigenden Spiels geworden, in dem der Gesuchte allen seine makabren Regeln diktiert.Auszüge aus dem Buch
Justizvollzugsanstalt
Landgerichtsbezirk Nr. 45
Dr. Alphonse Bérenger
(Gefängnisdirektor)
An den
Oberstaatsanwalt
J. B. Marin
23. November d. J.
Betreff: Streng vertraulich
Sehr geehrter Herr Marin,
gestatten Sie, dass ich mich wegen eines seltsamen Falles an Sie wende. Er betrifft einen unserer Häftlinge.
Der Mann ist bei uns ausschließlich unter seiner Häftlingsnummer RK-357 / 9 bekannt, da er sich seit dem ersten Tag hartnäckig weigert, seine Personalien anzugeben.
Seine Festnahme erfolgte am 22. Oktober. Die Polizei hat ihn nachts auf einer Landstraße in der Gegend von NNNN aufgegriffen, weil er allein und unbekleidet umherirrte.
Der Abgleich seiner Fingerabdrücke mit unserer Datenbank ergab, dass er weder in frühere Verbrechen noch in bislang ungelöste Fälle verwickelt ist. Da er sich jedoch auch vor dem Untersuchungsrichter kategorisch weigerte, irgendwelche Angaben zu seiner Person zu machen, wurde er zu einer Haftstrafe von vier Monaten und achtzehn Tagen verurteilt.
Während seines gesamten bisherigen Aufenthalts in der JVA hat sich der Häftling Nummer RK-357 / 9 strikt an die Gefängnisordnung gehalten und stets ein sehr diszipliniertes Verhalten an den Tag gelegt. Davon abgesehen ist er ein kontaktscheuer Sonderling.
Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass sein eigentümliches Verhalten lange unbemerkt blieb und erst kürzlich einem unserer Wärter auffiel: Der Häftling reinigt jeden Gegenstand, mit dem er in Berührung gekommen ist, und poliert ihn mit einem weichen Lappen; sämtliche Kopf- und Körperhaare, die er im Laufe eines Tages verliert, werden gewissenhaft von ihm eingesammelt und entsorgt, Besteck und Kloschüssel nach Gebrauch auf Hochglanz gebracht.
Der Mann leidet also an einem Sauberkeitswahn. Oder aber und das scheint mir persönlich die plausiblere Erklärung er möchte unter keinen Umständen organisches Material hinterlassen.
Ich hege deshalb den ernsten Verdacht, dass der Häftling RK-357 / 9 ein Gewaltverbrechen begangen hat und verhindern möchte, anhand von DNA-Proben identifiziert zu werden.
Bis heute hat der Mann die Zelle mit einem anderen Häftling geteilt, wodurch er seine biologischen Spuren relativ leicht verwischen konnte. Inzwischen habe ich ihn jedoch aus der Gemeinschaftszelle entfernen und in Einzelhaft unterbringen lassen.
Aus gegebenem Anlass möchte ich Sie bitten, entsprechende Ermittlungen einzuleiten und zu beantragen, dass der Häftling Nummer RK-357 / 9 durch richterlichen Bescheid zur Abgabe einer biologischen Probe (Mundhöhlenabstrich, Blutentnahme) aufgefordert bzw. gezwungen wird.
Ein Eilverfahren scheint mir in diesem Zusammenhang dringend angeraten, denn der Häftling wird heute in 109 Tagen (am 12. März) entlassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Alphonse Bérenger
(Gefängnisdirektor)
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Ein Ort in der Nähe von W.
5. Februar
Der große Nachtfalter flog ihn durch die Dunkelheit. Geschickt wich er den Gefahren der Berge aus, die friedlich wirkten wie Schulter an Schulter schlafende Riesen. Über ihnen der samtene Himmel. Unter ihnen dichter Wald.
Der Pilot sah sich nach seinem Passagier um und deutete auf ein riesiges weißes Loch am Boden, ähnlich einem beleuchteten Vulkankrater. Der Hubschrauber schwenkte und flog darauf zu. Sieben Minuten später landete er auf dem schmalen Seitenstreifen einer Landstraße. Die Straße war gesperrt, ringsum wimmelte es von Polizisten. Ein Mann in dunkelblauem Anzug holte den Passagier unter dem laufenden Rotor ab und hatte dabei alle Mühe, seine flatternde Krawatte zu bändigen.
"Herzlich willkommen, wir haben schon auf Sie gewartet!" Er musste schreien, um das Knattern der Rotorblätter zu übertönen.
Goran Gavila erwiderte nichts.
"Kommen Sie, ich erkläre Ihnen alles unterwegs", fuhr Kommissar Stern fort.
Sie schlugen einen Trampelpfad ein und entfernten sich von dem lärmenden Helikopter, der sich bereits wieder in die Höhe schraubte und kurz darauf vom nachtblauen Himmel versch
Biografie (Donato Carrisi)
Donato Carrisi was born in 1973 and studied law and criminology. Since 1999 he has been working as a TV screenwriter. He lives in Rome.Anmerkungen:
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