Bruni Prasske: Küsse in der Moschee, Flexibler Einband
Küsse in der Moschee
- Meine Reise durch den Iran
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- Verlag:
- Blanvalet, 08/2008
- Einband:
- Flexibler Einband
- ISBN-13:
- 9783442370009
- Umfang:
- 414 Seiten
- Sonstiges:
- 16 farb. Fototaf.
- Altersempfehlung:
- Hobby/Freizeit
- Copyright-Jahr:
- 2008
- Gewicht:
- 345 g
- Maße:
- 183 x 116 mm
- Stärke:
- 35 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.9.2008
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Beschreibung
Sechs Jahre nach Veröffentlichung ihrer Reiseerzählung »Mögen deine Hände niemals schmerzen«, die in Deutschland mehr als 200.000 begeisterte Leserinnen fand, ist Bruni Prasske der Sehnsucht ihres Herzens gefolgt und erneut in den Iran gereist. Dabei begegnet sie vor allem Frauen, die trotz der schwierigen politischen Verhältnisse ein erstaunlich modernes und freies Leben führen.
Rezension
Bruni Prasske bringt ihre Eindrücke und Erlebnisse gekonnt in Zusammenhang mit den kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten. Mostviertler-Basar
Klappentext
Bruni Prasskes neuer faszinierender Reisebericht über den Iran und seine Frauen Sechs Jahre nach Veröffentlichung ihres Bestsellers »Mögen deine Hände niemals schmerzen« ist Bruni Prasske erneut der Stimme ihres Herzens gefolgt und hat den Iran bereist. Als Europäerin, ohne Begleitung. Das Land hat sich verändert. Trotz aller Repressionen gelingt es ihr erneut, Zugang zu den Menschen in diesem so widersprüchlichen wie faszinierenden Land zu finden. In ihrer unnachahmlich präzisen und gleichzeitig poetischen Sprache beschreibt sie ihre persönlichen Reiseerlebnisse und Begegnungen - vor allem mit Frauen, denen es gelingt, trotz der schwierigen politischen Situation ein erstaunlich freies und modernes Leben zu führen. Erstaunliche Einblicke in ein Land, das in den Medien nur mit Unterdrückung in Verbindung gebracht wird.Auszüge aus dem Buch
Teheran. Uferlose Stadt / / Bitte anschnallen! / Die Passagiere werden zügig abgefertigt, und viel zu schnell muss auch ich meinen Ausweis vorzeigen. Der Pass ist vor sechs Jahren ausgestellt worden und trägt noch keinen iranischen Stempel. Der Beamte könnte annehmen, es sei meine erste Einreise. Ich versuche mir einzureden, eine normale Touristin zu sein, die sich auf die Sehenswürdigkeiten des Landes freut. Zwar ist der Zeitpunkt für ein derartiges Vorhaben nicht der günstigste, aber immerhin weist mein Visum mich eindeutig als Reisende aus. Ein Blick über die Warteschlangen zeigt, dass keine weiteren Touristen aus Deutschland angekommen sind. Es wird schon nichts schiefgehen! Warum sollte sich die Islamische Republik für mein Buch interessieren? Es ist vor sechs Jahren erschienen, und dass es sich unter Exiliranern großer Beliebtheit erfreut, ist hier sicher nicht bekannt. Die Veröffentlichung und die Presseberichte sind Schnee von gestern, versuche ich mir einzureden. / In den letzten Wochen hatte ich mich mit einigen Irankennern beraten. Einhellig zerstreuten sie meine Bedenken und bestätigten, was ich tief im Innern fühlte: Mir wird nichts passieren! Alle anderen, ob deutsche oder iranische Freunde, Familienangehörige und Bekannte, rieten mir dringend von einer Reise ab. Selbst Farid und Farhad war nicht ganz wohl bei dem Gedanken, als ich sagte, ich wolle sie und ihr Land nach so vielen Jahren endlich wieder einmal besuchen. Aber derartige Bedenken kenne ich zur Genüge. Immer wenn ich in den Iran reisen möchte, scheint es triftige Gründe zu geben, es lieber nicht zu tun. Beim letzten Mal war es das so genannte Mykonosurteil, mit dem ein deutscher Richter den iranischen Geheimdienst als Drahtzieher eines Attentats in Berlin enttarnt hatte. Damals gab es antideutsche Demonstrationen und diplomatische Verwicklungen, die sogar zur Schließung der deutschen Botschaft geführt hatten. Nun ist es der Atomstreit, der mein Vorhaben zusätzlich erschwert und mir schlaflose Nächte bereitet. Wir haben den 27. April 2006, und morgen läuft ein Ultimatum des UNO-Sicherheitsrates ab, das den Iran zur Einstellung seiner Urananreicherung auffordert. Das Land und sein neuer Präsident stehen einmal mehr im Blickpunkt des Medieninteresses. Im Flugzeug hatte ich die aktuelle Ausgabe des »stern« gelesen. Das Magazin widmete seine Titelgeschichte dem Land hinter dem Schleier und bot mir eine bildreiche Einstimmung auf mein Reiseziel. Plötzlich muss ich an den deutschen Angler denken, der vor wenigen Monaten in Dubai urlaubte und mit seinem Boot in persische Hoheitsgewässer geraten war. Nach seiner illegalen Grenzüberschreitung war er verhaftet und kürzlich zu achtzehn Monaten Haft verurteilt worden. Seitdem sitzt er in iranischer Gefangenschaft. Die mysteriöse Geschichte regt meine negative Fantasie an: Vielleicht hat das Regime auch an einer deutschen Autorin Interesse! Womöglich nehmen sie deutsche Staatsbürger unter fadenscheinigen Gründen in Haft, um sie im Atomstreit als Faustpfand einzusetzen. Das erscheint mir plötzlich derart naheliegend, dass ich bereits eine Reihe diplomatischer Verwicklungen vor Augen habe. Schließlich bin ich Staatsbürgerin eines Landes, das im Atomstreit die gleiche ablehnende Haltung gegen die iranische Urananreicherung einnimmt wie der UNO-Sicherheitsrat und viele westliche Weltmächte. Nicht zuletzt hat Ahmadineschad mit der Verleugnung des Holocaust eine Position bezogen, die von deutscher Seite unter keinen Umständen akzeptiert werden kann. / Wortlos reiche ich dem Beamten meinen Pass. Er blättert einige Male durch das Dokument, tippt meine Daten in einen Computer und schaut mich an. Ob er meine Anspannung spürt? Ich hätte mein eigenes Buch noch einmal lesen sollen, schießt es mir durch den Kopf. Einige Passagen hatte ich seit der Veröffentlichung nicht mehr zur Hand genommen. Für meine Lesungen wähle ich nur Teilabschnitte des Text es. Wie direkt hatte ich mich gege
Biografie
Bruni Prasske, geboren in Norddeutschland, studierte Interkuturelle Pädagogik, war Sozialarbeiterin in Flüchtlingsunterkünften und wirkte bei Einwanderungsprojekten in den USA mit, bevor sie ihr erstes Buch 'Mögen deine Hände niemals schmerzen' schrieb.Anmerkungen:
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