Brian Keene: Totes Meer, Flexibler Einband
Totes Meer
- Roman. Deutsche Erstausgabe
- Originaltitel: Dead Sea
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- Übersetzung:
- Charlotte Lungstrass-Kapfer
- Verlag:
- Heyne, 04/2010
- Einband:
- Flexibler Einband
- ISBN-13:
- 9783453527058
- Umfang:
- 383 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2010
- Gewicht:
- 310 g
- Maße:
- 187 x 118 mm
- Stärke:
- 26 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.4.2010
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Klappentext
Nervenzerreißend und ohne Atempause Dies ist der Untergang der Welt, und er beginnt in der New Yorker Kanalisation: Ein Killervirus breitet sich rasend schnell aus und rafft Tiere wie Menschen dahin - nur um sie anschließend als bösartige Zombies wiederauferstehen zu lassen. Lamar Reed, einer der wenigen Lebenden, kann sich mit einem Boot aufs Meer retten, in Sicherheit, wie er glaubt. Ein tödlicher Irrtum ...Auszüge aus dem Buch
Ich erschoss die Schlampe erst, als sie anfing, Alans Gesicht zu fressen. Bevor diese ganze Sache anfing, hatte ich noch nie in meinem Leben auf jemanden geschossen. Nicht ein einziges Mal. Bis vor ein paar Wochen, als Hamelns Rache losbrach, hatte ich niemals eine Waffe in der Hand gehabt. Verdammt, ich hatte auch Frauen niemals als Schlampen bezeichnet. Doch sie war eine. Und ich hatte die Pistole in der Hand.
Und ich erschoss sie.
Stichwort "Hey Joe" von Jimi Hendrix.
Diese Sache ... diese Pest - sie veränderte die Menschen. Nicht nur die toten. Sie veränderte jeden. Veränderte mich. Ich bin jetzt ein anderer Mensch. Folgendes ... man weiß nie, wozu man fähig ist, bis man sich in einer unmöglichen Situation wiederfindet, also: Sag niemals nie. Der Überlebensinstinkt ist ein echtes Arschloch, und wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, verändert sich alles. Alles. Ich weiß es. Bei mir war es so. Für mich hat sich alles verändert.
Mein Name ist Lamar Reed, und dies ist das Ende der Welt.
Es fing mit den Ratten an. Vor ungefähr einem Monat brachen sie aus der Kanalisation hervor. Na ja, hervorbrechen ist vielleicht nicht das richtige Wort. Es klingt nach Tempo, und die Ratten waren alles andere als schnell. Der erste Angriff fand in New York City statt, während der abendlichen Stoßzeit. Malt es euch aus. Überfüllte Bürgersteige, Menschenmassen, die hektisch versuchen, ihre U-Bahnen, Züge und Busse zu erwischen, die Straßen völlig verstopft, Taxis, die sich durch den Verkehr schlängeln, Hupkonzerte, Kanaldeckel, die klappern, wenn Lastwagen darüber fahren. Und dann krochen, mitten in diesem Chaos, langsam die Ratten aus dem Gully in der Einunddreißigsten Straße und griffen die Menschen an kletterten an Beinen hoch, gruben ihre scharfen kleinen Krallen in Bäuche, versenkten ihre gelben Nagezähne in Wangen und Oberschenkel und Hälse, überall, wo sie einen weichen Happen finden konnten. Die Ratten fraßen.
Und die Ratten waren tot. Das sollte ich erwähnen. Als wäre es nicht schon schräg genug, dass Ratten massenweise Passanten angriffen. Es waren tote Ratten mit heraushängenden Gedärmen, abfaulenden Pfoten und Schwänzen und großen, wuchernden, von Maden wuselnden Wunden. Verwesendes Fleisch unterwegs.
Oh, zunächst wussten wir das nicht. Ich erinnere mich noch, wie ich es an diesem Abend in den Nachrichten sah. Ich saß auf meiner Couch in East Baltimore, aß Mortadella direkt aus der Packung und ignorierte den Stapel mit den unbezahlten Rechnungen. Schaute die Nachrichten und fragte mich, wann die Kabelgesellschaft mir wegen Zahlungsverzug den Saft abdrehen würde. Fragte mich, wo zur Hölle der Scheck mit meinem Arbeitslosengeld blieb. Die Postbotin hatte ihn noch nicht gebracht, und langsam wurde es eng. Vor ein paar Wochen hatte ich ein bisschen Geld auftreiben können, aber das ging alles für die Hypothek drauf. Es war, als würde man einen Finger in den Damm stecken, während sich gleichzeitig ein Dutzend weiterer Lecks auftat.
Die Nachrichten erregten meine Aufmerksamkeit, weil es einfach so absurd war. Ratten, die Fußgänger angreifen? Abgefahrener Scheiß. Aber als die ersten Berichte durchsickerten, dass es sich um tote Ratten handelte nicht tot wie vom wütenden Börsenmakler totgetrampelt, sondern tot wie untot? Jenseits von abgefahren. Die Leute spotteten, die Experten im Fernsehen diskutierten und die Behörden verweigerten jeden Kommentar. Die Nachrichtensender brachten Livereportagen. MSNBC nannte es schlicht Aufruhr. CNN spekulierte über mögliche Terrorangriffe. Ich weiß nicht, wie es auf Fox News genannt wurde, weil niemand, den ich kenne, Fox News schaut. Nur eines schien klar zu sein: Niemand wusste, was zur Hölle eigentlich los war. Die Krankenhäuser von New York füllten sich mit verletzten Passanten. Die meisten von ihnen hatten Bisswunden, andere waren in dem Chaos verletzt worden, das im Anschluss ausgebrochen war niedergetrampelt von flüchtenden Menschen
Biografie (Brian Keene)
Brian Keene ist ein Bestseller-Autor zahlreicher Romane, darunter The Rising, City of the Dead, Terminal, The Conqueror Worms und Fear of Gravity. Für mehrere seiner Bücher und Kurzgeschichten werden derzeit Film-, Videospiel- und Comicbuchfassungen entwickelt. Er ist zweimaliger Gewinner des Bram Stoker Award.Anmerkungen:
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