Durch's Unstruttal 1892
Von Naumburg a. d. Saale bis zum Kyffhäuser. Ein Wanderbuch - (Band 2 von 4 Bänden der Flußwanderführer von August Trinius)
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- Erscheinungstermin: 15.2.2011
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Detailinformationen
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Klappentext
2. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 398 Seiten, Reprint 1892 / 2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung von Naumburg a. d.Saale bis zum Kyffhäuser. Durchs Unstruttal Inhalt Am Vorabend der Wanderung: Von der Rudelsburg vos Naumburg a. d. Saale Rudelsburg - Schulpforta - Almerich - Naumburg a. d. Saale Erster Wandertag: Von Naumburg bis Burgscheidungen Naumburg - Zur Henne - Luisenhöhe - Groß-Jena - Freiburg - Zscheiplitz - Weischlitz - Laucha - Tröbsdorf - Kirch- und Burgscheidungen Zweiter Wandertag: Von Burgscheidungen bis Wendelstein Burgscheidungen - Carsdorf - Reinsdorf - Vitzenburg - Zingst - Nebra - Groß-Wangen - Memleben - Wendelstein Dritter Wandertag: Vom Wendelstein bis Kalbsrieth Wendelstein - Roßleben - Wiehe - Hechendorf - Donndorf - Nausitz - Gehofen - Kalbsrieth Vierter Wandertag: Von Kalbsrieth bis Heldrungen Kalbsrieth - Heygendorf - Mönchspfiffel - Allstedt - Der Hagen - Artern - Reinsdorf - Heldrungen Fünfter Wandertag: Von Sachsenburg zum Kyffhäuser Die Sachsenburgen - Oldisleben - Seehausen - Frankenhausen - Barbarossa-Höhle - Die Falkenburg - Rathsfeld - Kyffhäuser Im Kyffhäusergebirge Die Numburg - Die Rothenburg - Tilleda - Der Kyffhäuser Vorwort Der kleine Theil des deutschen Vaterlandes, welchen zu beschreiben sich dieses Wanderbuch zur Aufgabe gestellt hat, ist bis heute noch wenig bekannt und noch weniger durchwandert worden. Auch die Bahn, welche seit ein paar Jahren, als der Gruß einer modernen Zeit, durch das romantische Unstrutthal sich ihren Eisenweg gezogen hat, hat doch nur wenig an dieser Weltabgeschiedenheit zu ändern vermocht. Und das ist, wenigstens in den Augen selbstsüchtiger Poeten, noch ein Glück. Denn gerade dieses Abgeschlossensein von allem, was uns draußen nimmer zur Rast und Einkehr kommen lässt, leiht dieser Wanderung ihren tiefen Zauber und lässt die Stunden friedvoll ineinandern klingen. Wen aber eigenes Geschick mit diesem Boden noch enger verknüpfte, der hat an seinem Herzen doppelt die stille Schönheit, die sonnige Poesie dieser Scholle deutscher Erde erfahren. Der Wanderer, welcher zwischen Naumburg und Kyffhäuser auf oder ab zieht, erwarte nicht immer landschaftlichen Reiz hervorragender Art. Streckenweise sind es nur Einzelbilder, welche sein Aug` und Herz erfreuen werden. Wer aber geschichtlich zu empfinden vermag, für den hat fast jeder Schritt längs der Unstrut Werth und Bedeutung. Für den beleben sich diese stillen Wälder und Fluren, Berge und Ruinen; dem rauscht die Unstrut seltsame Sagen und Mären zu, und erfüllt dünkt ihm alles von Gestalten, hehr und farbenprächtig anzuschauen. Denn es ist zum Theil klassischer Boden, über den sein Fuß hinwegschreitet. Blutig und furchtbar schrieb sich hier die Geschichte ein. Das giebt diesem Thale seinen unvergleichlichen poetischen Glanz. Hier erhob sich einst die Burg der stolzen thüringer Könige, auf welcher sich das Schlußdrama in der Geschichte dieses durch Verrath und Blut zu Macht gelangten Geschlechts abspielte. Die Pfalzen in der Güldenen Aue erzählen uns von den alten sächsischen Kaisern, die so manchmal hier ausruhten von Kampf und Sorgen. Auf steilem Ufer ragt noch trutzig das graue Bergschloß der ersten thüringer Landgrafen, deren Heldengestalten die Sage leuchtend verklärt hat. Aus zahlreichen Ruinen, verfallenen Klöstern und verwetterten Denkmalen spricht es zu uns von vergangener Tage Luft und Leib. Alte und neue Zeit lösen sich hier ab; die Muse der Dichtkunst ruft uns manch hellen Namen in die Erinnerung. Und am Endziel der Wanderung grüßt uns des Kyffhäusers waldumrauschte Stätte, zu der das schwergeprüfte deutsche Volk durch Jahrhunderte sehnend blickte! - -So manchmal bin ich die Unstrut auf und ab gezogen: zur Flühlingszeit, wenn im funkelnden Sonnenregen die Erde freudig zu beben schien ob allen Blühens und Singes ringsumher, oder auch an stillen, klaren Herbsttagen, wenn in unerschöpflich reicher Segensfülle Thal und Rebenhügel schimmerten. Und immer ist es mir um¿s Herz dabei warm geworden, ob all des innigen Glückes, das ich zu sehen meinte, weil es selbst mich in diesen Stunden heimlich umfangen hielt. Das wünsche ich auch allen Wanderleuten, die nach mir desselben Weges ziehen. Reines Glück empfinden zu dürfen ist das Schönste, was das eng begrenzte Menschenleben in sich schließt.(Walterhausen, am Osterabend 1892. A. Trinius.)
Biografie:
Harald Rockstuhl wurde 1957 in Bad Langensalza geboren und wuchs in der Gemeinde Tüngeda am Fuße des Hainich auf. Sein Vater, der Ortschronist Werner Rockstuhl, prägte seinen Lebensweg. Seit 1974 schrieb Harald Rockstuhl für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften Reportagen und heimatgeschichtliche Beiträge, und seit 1982 erschienen in kleinen Auflagen verschiedene Publikationen. 1986/87 bearbeitete er das Lebenswerk des Burgtonnaer Heimatdichters Heinz Keil (1916-1985) und gab darüber ein 200seitiges Buch heraus.§Im Jahre 1988 begann Harald Rockstuhl mit einer Reportage über August Giese die Hainich-Heimatforschung. 1990 gründete er einen eigenen Verlag und begann mit der Herausgabe der Hainich-Heimathefte. Zum Verlag kam ein Jahr später der Thüringer Heimatliteraturversand hinzu. Er arbeitete seit 1990 mit dem Eisenbahnschriftsteller Günter Fromm zusammen. Als Verleger und Schriftsteller veröffentlichte er zahlreiche Bücher.§Er ist verheiratet und Vater einer Tochter.